Dein Duft

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Wissen Sie noch, wie es war? Die erste Liebe… oder die letzte vielleicht. Die, die Spuren hinterließ? Wie sie anfing? Wie sie zu Ende ging? Wie man Sachen zerredete, bis keine Worte mehr übrig waren, wie man Dinge zerdachte, bis die Leere den Raum füllte? Diese entfernte Nähe, die sich dann auftat? Ihren bittersüßen Schmerz? Ein Gedanke überschlug sich mit dem nächsten… und plötzlich sah man dabei zu, wie sich die Gegenwart langsam in die Vergangenheit verwandelte, das Bunte dem Grau wich, die Gedanken verstummten. Wie man aufgab?
Dann… unvermittelt ein Duft. Eine kleine, olfaktorische Symphonie, die alles in dem Flügelschlag eines Schmetterlings zurückbringt. Die unbarmherzige Erinnerung, die ohne Mitleid eine Lawine auslöst… und die Gewissheit, dass die winzige ungemütliche Ecke im Herzen immer für sie reserviert bleiben wird.
Leon Muckes Werk „Dein Duft“ fasst diese stechende Entzückung, den Kater nach dem süßesten Wein, die liebliche Pein, die wir alle an dem einen oder anderen Punkt in unserem Leben erfahren haben, in Töne. Seine samtige Stimme, die so voller verlorener Chancen Hoffnung trägt, umhüllt uns wie eine warme Decke, die hie und da zieht… wissen wir doch, dass die Liebe, die eine, die Spuren hinterließ, immer einen kleinen Beigeschmack des Wehmuts birgt… bei jedem Gedanken an sie, bei jedem Lufthauch, der unverhohlen über unsere Haut streicht.
Der junge Ausnahmekünstler erschuf mit „Dein Duft“ Musik alter Schule- das Arrangement elaboriert – ohne den Hörer dabei zu erschlagen. Der Text eine Geschichte, aus der man einfach so ein Drehbuch entwickeln könnte, ohne dabei dem hörenden Zuschauer alles vorzukauen. Die zärtliche Frauenstimme begleitet ihn- so als, ob die verlorene Angebetete auch zu Wort kommen würde… die Trompete trägt die liebliche Tristesse mit und die Streicher umhüllen die bittersüße Chronik der verwehten Liebe in einen seidenen Kokon.
„Dein Duft“ ist eine zeitlose Ballade, die in unserer allzu künstlichen Zeit wie ein ehrlicher, kühler, willkommener Herbstregen über uns rauscht… und wir stehen da – die Arme ausgebreitet, den Kopf im Nacken, die Augen fest geschlossen – und lassen uns berieseln.